Pfingsten

Pfingsten verbrachten wir in Berlin, was uns Zeit und Gelegenheit gab, einige leckere Gerichte zu kochen und zu essen.

Freitag

Wir ernteten das auf der Fensterbank wuchernde Basilikum und machten daraus mit Öl und Pinienkernen ein herrliches Pesto. Dazu gab es Feldsalat mit gebratenen Champignons und Speck.

Samstag

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Die Spargelsituation war etwas schwierig, aber schließlich fanden wir auf dem Hackeschen Markt sehr guten Spargel. Den gab es dann Abends auf Perfetto-Art, mit Lachs und Orangensoße. Als Nachtisch hatten wir mittelgute Erdbeeren.

Sonntag

Es gab einen Klassiker, die gute alte Hackfleischlassagne, die ausgesprochen gut gelungen war. Der Hammer war aber der Nachtisch: Stückiges Rhabarberkompott. Die Rharbarberstücke kommen mit etwas Zucker, Zimt und Vanille für fünf Minuten in die Mikrowelle. Das Ergebnis war ein superleckeres Dessert, das überhaupt nichts mit dem schleimig-faserigen Kompott aus Kindertagen zu tun hatte.

Montag

Heute blieb die Küche kalt, denn wir waren mit Stephan und Verharrens unterwegs. Im Jägerhof in Ützdorf am Liepnitzsee aßen wir noch mal Spargel. Die Bestellung war ein bißchen subwaymäßig, aber schließlich hatten wir den bißfesten Spargel mit Sauce Hollandaise und Wildschweinsteak. Sehr lecker! Nur bei der Soße hat wohl die Kleisterfabrik Tomy ihre Hände im Spiel gehabt.

O’gspargelt is

Jetzt war es endlich so weit. Daß Heide uns besuchte, war ein guter Anlaß, die Spargelsaison 2015 feierlich zu eröffnen. Bei Bünger gab es sündhaft teuren, aber auch sehr guten Beelitzer Spargel, dazu den leckeren Prager Schinken. Perfetto steuerte Frühkartoffeln aus Ägypten und einen Weißburgunder aus Baden zu, und dem Genuß stand nichts mehr im Wege.CIMG2418_web

Ostern 2015

Da wir Ostern ansonsten nicht viel Programm hatten, konzentrierten wir uns auf die kulinarischen Aspekte. Hier ist die Menüfolge.

Karfreitag

(Kar-)freitags gibt es Fisch. Wir machten Seelachs-Caprese nach Jamie Oliver. Sehr lecker, auch wenn die Dosentomätchen ein wenig zu dominant waren.

Karsamstag

Mittags wurden erst mal Eier gefärbt, und zwar auf traditionelle Art mit den guten Eierfarben von Heitmann und weißen Eiern von Karstadt, die es dort nur Ostern gibt.

Abends gab es dann ein köstliches thailändisches Panaeng-Curry mit Schweinefleisch.

Ostersonntag

IMG_20150405_195522_webDas Motto wäre wohl Das nicht ganz perfekte Dinner. Als Vorspeise gab es Foie Gras. Wir hatten im KaDeWe ein günstiges Glas von Laberyie erstanden. Leider war sie nicht nur günstig, sondern auch ziemlich geschmacksneutral. Bei nächsten Mal bleiben wir besser bei bekannten Marken.

IMG_20150405_203608_webAls Hauptgericht gab es Lammkaree aus dem Angebot bei Aldi, dazu grüne Bohnen und Polettos Kartoffelgratin. Es schmeckte alles sehr lecker, aber das Gratin war trotzdem irgendwie mißlungen, weil die Soße geronnen war. Bei nächsten Mal bleiben wir besser bei bekannten Rezepten mit Sahne.

IMG_20150405_205712_webAls Nachtisch gab Key Lime Pie, der auch lecker war, aber nicht die richtige Form hatte. Die Füllung war zusammengesackt, während das Baiser das komplette Volumen einnahm. Geschmeckt hat’s aber.

Ostermontag

Zum Abschluß gab es noch mal Fisch. Da die gesamte Zubereitungsdauer für das Rezept drei Wochen sind, hatte Schnuffi schon frühzeitig die Salzzitronen eingelegt. Am Nachmittag improvisierte ich mit Hilfe des Internets (Wohnwagenforum!)  Polettos Fischfeuer, in dem die Lachswürfel dann mariniert wurden. Die Würfel wurden gebraten und zusammen mit einer asiatisch angehauchten Soße und den gewürfelten Salzzitronen mit Spaghetti vermischt. Es schmeckte sehr gut. Das Fischfeuer war allerdings ein bißchen zu dominant; nächstes mal lassen wir es weg oder reduzieren die Dosierung.

Geburtstagskuchen Hilde

Zu meinem Geburtstag buk ich einen Käsekuchen nach dem Rezept von Hilde. Schnuffi war zwar etwas empört, daß eine ganze Tasse Öl in die Füllung kam, aber so lautete die bewährte Rezeptur. Nach einer guten Stunde kam der Kuchen goldgelb aus dem Ofen. Zur Kaffeestunde war er dann ausreichend abgekühlt und wurde mit ein paar Himbeeren dekoriert. Das Resultat war in Ordnung, allerdings war der Boden im Verhältnis zur Füllung etwas dick geraten, obwohl ich mich genau an die vorgeschriebenen Mengen gehalten hatte, und Schnuffi fand die Füllung zu fluffig.

( Hier ist Schnuffi! Ich fand den Kuchen einfach nur schlecht! Sorry Hilde, du alte Planschkuh, ich kenn Dich nicht und muss deswegen auch nicht linientreu sein. Dieser Käsekuchen wäre der Todesstoss in einer neunaufgemachten Käsekuchenfabrik. MyNew York Cheesekake Rulezzzzzz!!!!

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Nochmal ein Winteressen

CIMG2390_webDa die winterlichen Temperaturen zurückgekehrt waren, genossen wir noch einmal ein typisches Winteressen. Inspiriert wurden wir durch eine Szene aus dem Roman Schafkopf von Andreas Föhr. Wir besorgten uns einen schönen Schweinekrustenbraten von Bünger. Der wurde auf klassische Art auf einem Bett aus Wurzelgemüse in Schwarzbier im Ofen zubereitet. Dazu gab es Sauerkraut, das in Apfelsaft gekocht wurde und Knödel halb+halb, bei denen wir es mal riskierten, auf Fertigteig zurückzugreifen. Das Essen schmeckte super und wurde durch ein Glas Weizenbier abgerundet.

Zum Nachtisch machten wir zwei Bratäpfel mit Mandeln und Rosinen, die in vier Minuten in der Mikrowelle perfekt garten.

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Ceviche mit Süßkartoffeln

Da wir in Lissabon das hochempfohlene Restaurant „A Cevicheria“ nicht besucht hatten, beschlossen wir, endlich mal wieder selber Ceviche zu machen. Bei Karstadt gab es frischen Skrei, und bei Eat Smarter ein gutes Rezept. Nachdem der Fisch in Limettensaft denaturiert war, kam eine leckere Gemüsemischung aus Tomaten, Zwiebeln und Staudensellerie hinzu. Als Beilage boten sich Süßkartoffeln vom Blech an, für die Eat Smarter ebenfalls ein Rezept mit einer wilden Gewürzmischung aus Knoblauch, Paprika, Curry und Kreuzkümmel hatte. Alles zusammen schmeckte super-lecker und war mit einem Glas Bier ein wahrer Genuß.

Winterabschlußmenü

CIMG2317_webDer Frühling kam mit Macht, was uns veranlaßte, noch einmal ein veritables Wintergericht zu machen: Rindfleisch mit Maronen und Birnen. Das gute Rindergulasch von Bünger war butterzart, und die Soße aus Tomaten, Weißwein und Picada schmeckte vorzüglich. Nur das frische Baguette fiel etwas ab. Baguette in Berlin ist so eine traurige Geschichte. Da wir die dritte Portion nicht schon in der Küche beiseite gestellt hatten, verputzten wir alles und waren danach ziemlich vollgefressen.

Als Ankündigung des Frühlings gab es als Vorspeise gekochte Artischocken mit Balsamico-Vinaigrette.