Mit Schrecken habe ich festgestellt, daß es seit dem Wild-Artikel vom letzten Jahr nur zwei Beiträge gab. Und jetzt hat die Jagdsaison schon wieder begonnen. Bei Karstadt gab es gerade noch ein Stück Hirsch. Das sah nicht so toll aus und war auch ziemlich fiddelig zu schneiden, aber das Ergebnis konnte sich schmecken lassen. Nach einem Rezept aus der FAZ am Sonntag fast klassisch zubereitet: Erst Anbraten, mit Gemüse und Tomatenmark, mit Spätburgunder, Fond und einem Schuß Balsamico aufgießen und dann für knapp eineinhalb Stunden bei 150° in den Ofen. Der Pfiff kam bei der Soße ins Spiel, der abgeriebene Orangenschale und Bitterschokolade (sparsam dosieren!) zugefügt wird. Dazu selbst gemachte Spätzle (100g Mehl und 1 Ei pro Person) und Leuchtenberg-Rotkohl. Fertig ist das Herbstgericht.
Anspargeln
Irgendwann kann man sich ja nicht mehr zurückhalten, und nachdem wir schon bei Urs‘ Kochkurs deutschen Spargel gegessen hatten, fuhren wir ins Frischeparadies und kauften uns ein Kilo für 14€. Dazu gab es die klassische Kombination aus Prager Schinken (natürlich von Bünger), Kartoffeln, Sauce Hollandaise, und Gutedel. Die Soße gelang, und der Spargel war sehr gut. Somit haben wir die Saison würdig eröffnet.
Schwein im Blätterteig
Eigentlich wollten wir ja das leckere Schweinefilet auf Rhabarber machen, aber bekanntlich fängt die Rhabarbersaison erst am Montag an. Also wichen wir auf eine Eigenkreation aus, das Schweinefilet im Blätterteig. Dazu wir ein Filet scharf angebraten, gewürzt und mit viel frischem Basilikum in Blätterteig eingerollt. Die Rolle kommt dann bei 180-200° für eine halbe Stunde in den Ofen. Während der Teig schön goldgelb wird und das Fleisch gart, brät man ein halbes Pfund Champignons (in Scheiben geschnitten) mit einer gehackten Zwiebel in der Pfanne. Die Scheiben von der Schweinerolle werden dann auf einem Pilzbett angerichtet und genossen. Aus übrig gebliebenen Blätterteig kann man außerdem mit ein paar Sauerkirschen einen feinen Nachtisch zaubern.
Jetzt wird’s Wild
Es ist Herbst und die Jagdsaison eröffnet. Statt mit Fernlicht durch den Grunewald zu fahren vertrauten wir lieber dem Karstadt-Jäger, der uns eine schöne Rehkeule geschossen hatte. Wir bereiteten sie nach dem Rezept „Rehpfeffer“ von Biolek und Witzigmann in einer Schnuffivariante zu. Zuerst wird das Reh in Gulaschstücke geschnitten, die man anbrät. Dann dünsteten wir eine Mischung aus fein geschnittenen Zwiebeln, Möhren, Lauch und Sellerie. Nicht zu vergessen das angeröstete Tomatenmark. Dann kommt alles in den großen Topf und wird mit Portwein abgelöscht, den man einkocht. Danach mit Rotwein aufgießen und so eineinhalb Stunden vor sich hin schmurgeln lassen, bis das Fleisch butterzart ist. Dazu gab es Semmelknödel (beachte die beiden Tipps aus dem Rezept: 1. Lange einweichen, 2. Eiweiß aufschlagen). Als Gemüsebeilage gab es Eisbergsalat (paßt nicht hundertprozentig). Aber mit diesem Gericht haben wir auf extrem leckere Art die Wildsaison eingeläutet.
Schweinefilet in Senfsoße
Das ist ein leckeres schnelles Gericht aus dem Rezeptor-Blog der Zeit. Medaillons von Schwein werden in der Pfanne gebraten, mit Wein und Brühe abgelöscht, Creme fraiche und Senf dazu, fertig. Schmeckt gut mit frischen Bandnudeln.
Gegrillte Doraden
Auf Anregung von Tante Hanna haben wir mal Fisch in Heikos Backofen gegrillt. Zwei frische Doraden von Mitte Meer würzen, mit etwas Zitronensaft beträufeln und dann ab in den Supergrill. Nach 12 Minuten waren sie fertig. Dazu gab es in Olivbenöl gebratene Kartoffelspalten und grüne Salat. Extrem gut und für einen Freitag Abend fast schon zu lecker
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Mauldasche
Inspiriert von unserem Besuch bei Julias Eltern im Schwabenland beschlossen wir, uns auch einmal an dieser schwäbischen Spezialität zu versuchen. Die Füllung besteht aus Hackfleisch, Kalbsbrät (ersatzweise Bratwurst), angebratenem Speck, Lauch und Spinat. Das alles wird in der Küchenmaschine zu einer feinen homogene Masse verarbeitet. Diese füllt man in Taschen aus Nudelteig, der aus Mehl und Eiern zubereitet wird. Die Taschen werden 15 Minuten gekocht und sind dann eigentlich verzehrfertig. Noch leckerer ist es aber, die Maultaschen anschließend in Olivenöl anzubraten und mit gebrannten Zwiebeln zu servieren. Ein grüner Salat dazu und fertig ist das süddeutsche Essen. Und drei Stück pro Person sind definitiv genug!
Linguine mit Teufelsgambas
Inspiriert von einem Restaurantangebot am Wittenbergplatz kochten wir dieses einfache und sehr leckere Gericht. Und das geht so: 4 Knoblauchzehen und eine Chili in dünne Scheiben schneiden und in Olivenöl bei niedriger Hitze anbraten. 24 glasierte mittelgroß Gambas dazugeben und braten bis sie schön rot sind. Das ganze mit einem Schuß Zitronensaft (oder trockenem Weißwein) ablöschen und gehackte Petersilie zugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Anschließend mit Spaghetti oder Linguine vermischen, etwas gutes Olivenöl dazugeben und auf dem Teller mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.
Knusperente
Ente ist zwar eher ein Wintergericht, aber das Wetter war ja auch nicht sehr sommerlich. Wir machten eine Knusperente nach der Methode von Jamie Oliver (1 Stunde bei 180 Grad, 1 1/2 Stunden bei 150 Grad). Am Schluß mit Salzwasser bestreichen und auf der Grillstufe ordentlich anknuspern. Dazu gab es Rotkohl, Kartoffelknödel mit Croutons und Schnuffis fantastische Soße mit Orangensaft. Extrem lecker! Als Nachtisch hatten wir dann noch Erdbeeren mit Schlagsahne.
Thailändisch-Laotisch
Bleiben wir bei unserer asiatischen Serie. Am Samstag Abend gab es bei uns zwei leckere Gerichte. Einmal Laab Gai (Salat aus gehacktem Hühnchenfleisch) und ein Panang-Curry mit Schweinefleisch. Ersteres eher laotisch, zweites thailändisch, aber beides aus unserem speziellem Thai-Kochbuch (Anmerkung: zum Curry kann man gut eine rote Paprika dazugeben). Es schmeckte fein und bestätigte mal wieder die Strategie, immer mindestens zwei asiatische Gerichte parallel zu kochen.

